Beate & Fuchs – die Lesebühne

Möchtest du ungefiltertes Feedback?
Dann bist du hier genau richtig: Lesebühne für alle!

„Beate & Fuchs“ ist eure regelmäßige deutschsprachige virtuelle Offene Lesebühne!

Jede:r Lesende hat 15 Minuten Zeit, um seine/ihre fiktionale Geschichte oder Gedicht vorzutragen.

Direkt danach kommt das Publikum zu Wort. Freundlich, kritisch, konstruktiv. Was war super? Was gefiel nicht so? Wo seid ihr „ausgestiegen“? Feedback, heiß und ehrlich! Wer will das nicht?

Stell dich dem kritischen Publikum!


Nächste Veranstaltung: Montag, 1.Juni 2026 um 19.30 Uhr


Erstmal nur zuhören? Auch aktive Zaungäste sind herzlich willkommen.

Teile uns mit, ob du gern selbst vortragen oder erstmal nur aktiv lauschen möchtest. Bei mehr als sechs freiwilligen Lesenden wird gelost.

Sei dabei – melde dich an!

Zur Anmeldung

Also jetzt.

Den Link zur Veranstaltung gibt es etwa einen Tag vorher per Mail.

(Die ganze Veranstaltung findet nur in einer geschlossenen Zoom-Sitzung statt und gibt es nirgends sonst.)

 

Fragen zur Ukraine

Hat nicht die Ukraine die Volksrepubliken Donezk und Luhansk angegriffen oder die Freiheitsbestrebungen der russischen Bevölkerung dieser Gebiete militärisch unterdrückt? Dürfen die Bewohner dieser Gebiete nicht frei entscheiden, ob sie sich von der Ukraine trennen?

Zunächst: Es gibt keine völkerrechtlich anerkannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk.

Aktuell gibt es für eine Abtrennung von der Ukraine nach der ukrainischen Verfassung keinen Weg. Es gibt/gab gewählte Parlamente in diesen ukrainischen Oblasten. Und es gibt immer die Chance, diesen Wunsch auf demokratischen Weg umzusetzen – durch Gespräche, Verhandlungen, friedlichen Protest, Gesetzesänderungen. Diesen, zugegeben mühsamen, Weg haben die „Separatisten“ nicht gewählt, sondern den Weg der Gewalt, teilweise unterstützt von ausländischen (russischen) Waffen und Truppen. Dagegen hat sich die ukrainische Regierung zur Wehr gesetzt.

Es gab doch Volksabstimmungen im Donbass. Ist das nicht demokratische Legitimierung genug?

Diese Abstimmungen/Volksbefragungen wurden nicht nach international anerkannten Regeln durchgeführt. Es gab dafür auch keine rechtliche Grundlage nach der ukrainischen Verfassung (s.o.) Hintergrund und Konsequenzen der Abstimmungen waren unklar, das heißt, man wusste einfach nicht, wofür man wirklich stimmt: Souveränität, Anschluss an Russland. Weniger als die Hälfte der Bewohner hatten überhaupt die Möglichkeit, an der Abstimmung teilzunehmen. Insofern gibt es keine demokratische Legitimierung. (Quelle 1)

Das Gebiet hat doch mal zu Russland gehört. Darf man sich nicht zurück holen, was einem mal gehört hat?

Mit dieser Begründung könnte Deutschland auch wieder in Polen einmarschieren. Die Geschichte allein berechtigt nicht zu kriegerischen Handlungen. Die Ukraine ist seit 1991 ein souveräner Staat.

Ist es nicht einseitig, nur die Ukraine in der Opferrolle zu sehen und Russland allein Schuld an dem Konflikt zu geben?

Zu jedem Streit gehören zwei. Richtig. Aber nichts legitimiert ein Land, ein anderes souveränes Land anzugreifen. Selbst wenn die Machtstruktur jenes Landes nicht der eigenen Auffassung entspricht.

Hat nicht auch die Nato damals (1999) in Ex-Jugoslawien ein anderes souveränes Land bombardiert? Oder 2003 den Irak? Oder oder oder …

Diesen Einsätzen kann man durchaus kritisch und ablehnend gegenüber stehen. Auch damals gab es keine völkerrechtliche Legitimation (z.B. durch die UNO). Aber das berechtigt nicht irgendeinen anderen Krieg.

Aber wenn die Ukraine so friedlich ist, warum schießen die dann auf das russische Militär? Warum ergibt sie sich nicht einfach, um Leid von ihrer Bevölkerung abzuwenden?

Jedes Land hat das Recht auf Selbstverteidigung. Wer persönlich körperlich angegriffen wird, hat das Recht auf Notwehr. Dies ist das, was die Ukraine tut.

Müssten sich Nato und die EU nicht neutral verhalten? Warum mischen sie sich in diesen Konflikt ein?

Die Nato wurde von der Ukraine um Hilfe gebeten. Sie und die EU unterstützen die Ukraine bei ihrem legitimen Recht auf Selbstverteidigung mit der Lieferung von Waffen und mit Sanktionen. Es gibt keine Nato-Truppen vor Ort. Die EU unterstützt die Ukraine, um Russland durch Sanktionen die wirtschaftliche Grundlage für diesen Angriffskrieg zu entziehen.

Russland wurde doch 1990 zugesagt, die Nato nicht zu erweitern. Hat die Nato damit nicht ein Versprechen gebrochen und Russland ein Recht sich zu wehren?

Abgesehen davon, dass auch dies nicht zu einem Angriff auf die Ukraine berechtigt: Es gab in der Tat bei verschiedenen Gesprächen (u.a. den Zwei-plus-Vier-Verhandlungen) mündliche Zusagen von westlichen Gesprächspartnern, die Nato nicht nach Osten auszudehnen. Jedoch wurde das nie ernsthaft verhandelt oder gar vertraglich zugesichert. Und das ist das, was völkerrechtlich bindend ist. (Quelle 2)

Quelle 1: https://de.wikipedia.org/wiki/Referendum_im_Osten_der_Ukraine_2014(mit weiteren Quellen siehe dort)

Quelle 2: https://www.baks.bund.de/de/arbeitspapiere/2018/nato-osterweiterung-gab-es-westliche-garantien

Die Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung
Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgend kurz „Daten“) innerhalb unseres Onlineangebotes und der mit ihm verbundenen Webseiten, Funktionen und Inhalte sowie externen Onlinepräsenzen, wie z.B. unser Social Media Profile auf (nachfolgend gemeinsam bezeichnet als „Onlineangebot“). Im Hinblick auf die verwendeten Begrifflichkeiten, wie z.B. „Verarbeitung“ oder „Verantwortlicher“ verweisen wir auf die Definitionen im Art. 4 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).
VERANTWORTLICHER
Norbert Wurzel
Wedauer Strasse 301
47279 Duisburg
Deutschland
Link zum Impressum: http://www.leovinus.de/wordpress/?p=121
E-Mail-Adresse: search@leovinus.de
ARTEN DER VERARBEITETEN DATEN:
– Bestandsdaten (z.B., Namen, Adressen).
– Kontaktdaten (z.B., E-Mail, Telefonnummern).
– Inhaltsdaten (z.B., Texteingaben, Fotografien, Videos).
– Nutzungsdaten (z.B., besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten).
– Meta-/Kommunikationsdaten (z.B., Geräte-Informationen, IP-Adressen).
KATEGORIEN BETROFFENER PERSONEN
Besucher und Nutzer des Onlineangebotes (Nachfolgend bezeichnen wir die betroffenen Personen zusammenfassend auch als „Nutzer“).
ZWECK DER VERARBEITUNG
– Zurverfügungstellung des Onlineangebotes, seiner Funktionen und Inhalte.
– Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Nutzern.
– Organisation und Durchführung von Veranstaltungen (Anmeldung und Online-Lesebühne).
– Sicherheitsmaßnahmen.
– Reichweitenmessung/Marketing.
MASSGEBLICHE RECHTSGRUNDLAGEN
Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes:
– Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO.
– Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher oder vorvertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.
– Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.
– Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.
– Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.
LOKALE FUNKTIONEN UND SKRIPTE (FUCHSRAD)
Soweit auf dieser Webseite interaktive Funktionen wie das Auslosungswerkzeug „Fuchsrad“ (rad.php) verwendet werden, erfolgt die Verarbeitung der eingegebenen Namen ausschließlich lokal in Ihrem Browser via JavaScript.
– Es findet keine Übermittlung der eingegebenen Namen an unsere Server oder an Dritte statt.
– Wenn Sie den generierten Neustart-Link mit dem URL-Parameter ?n= nutzen, werden diese Daten lediglich lokal in Ihrer Adresszeile transportiert, um die Namen beim Neuladen wieder in das Eingabefeld Ihres Browsers einzufügen.
NUTZUNG VON EXTERNEN DIENSTEN ZUR VERANSTALTUNGSABWICKLUNG
Wir binden Funktionen und Dienste von Drittanbietern ein, um die Anmeldung zu unseren Veranstaltungen zu ermöglichen und diese online durchzuführen.
a) Anmeldung via Google Forms
Wir nutzen für die Anmeldung zu unseren Veranstaltungen Formulare des Dienstes Google Forms. Anbieter ist die Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland.
– Zweck: Organisation, Platzreservierung und Teilnehmerverwaltung der Lesebühne.
– Verarbeitete Daten: Bestands- und Kontaktdaten, die Sie in die Eingabemaske eintragen (z. B. Name, E-Mail-Adresse).
– Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Durchführung vorvertraglicher und vertraglicher Maßnahmen).
– Datenschutzerklärung: https://policies.google.com/privacy
b) Online-Konferenzen via Zoom
Für die Durchführung unserer Online-Veranstaltungen (Lesebühne) nutzen wir den Videokonferenz-Dienst „Zoom“. Anbieter ist die Zoom Video Communications, Inc., 55 Almaden Blvd, Suite 600, San Jose, CA 95113, USA.
– Zweck: Interaktive visuelle und auditive Bereitstellung der Online-Veranstaltung.
– Verarbeitete Daten: Verbindungsdaten, IP-Adresse, gewählte Profil-/Anzeigenamen sowie Audio- und Videosignale Ihres Endgeräts.
– Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung zur Ermöglichung der Konferenzteilnahme).
– Hinweis zu Drittstaaten: Da die Datenverarbeitung in einem Drittland stattfinden kann, wurden mit dem Anbieter EU-Standardvertragsklauseln abgeschlossen, um ein angemessenes Datenschutzniveau zu garantieren.
– Datenschutzerklärung: https://explore.zoom.us/de/privacy/
c) Spendenabwicklung
Wenn Sie das Angebot nutzen, für die Zoom-Konferenz freiwillig zu spenden, verarbeiten wir die uns auf dem gewählten Zahlungsweg (z. B. via Banküberweisung oder PayPal) übermittelten Informationen (Name, Bankverbindung/Zahlungsdienstleister, Verwendungszweck, Spendenbetrag).
– Zweck: Buchung, Verwaltung und Zuordnung freiwilliger Zuwendungen.
– Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Abwicklung der Schenkung) sowie gesetzliche Aufbewahrungspflichten nach Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO.
ZUSAMMENARBEIT MIT AUFTRAGSVERARBEITERN UND DRITTEN
Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.). Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.
ÜBERMITTLUNGEN IN DRITTLÄNDER
Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht.
Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“).
RECHTE DER BETROFFENEN PERSONEN
Sie haben das Recht:
– eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO.
– entsprechend Art. 16 DSGVO die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.
– nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.
– zu verlangen, dass Sie die Sie betreffenden Daten, die Sie uns bereitgestellt haben, nach Maßgabe des Art. 20 DSGVO erhalten und deren Übermittlung an andere Verantwortliche fordern können.
– ferner gem. Art. 77 DSGVO das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.
WIDERRUFSRECHT
Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen gem. Art. 7 Abs. 3 DSGVO mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen.
WIDERSPRUCHSRECHT
Sie können der künftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Maßgabe des Art. 21 DSGVO jederzeit widersprechen. Der Widerspruch kann insbesondere gegen die Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung erfolgen.
COOKIES UND WIDERSPRUCHSRECHT BEI DIREKTWERBUNG
Als „Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Rechnern der Nutzer gespeichert werden. Innerhalb der Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Ein Cookie dient primär dazu, die Angaben zu einem Nutzer (bzw. dem Gerät, auf dem das Cookie gespeichert ist) während oder auch nach seinem Besuch innerhalb eines Onlineangebotes zu speichern.
Falls die Nutzer nicht möchten, dass Cookies auf ihrem Rechner gespeichert werden, werden sie gebeten, die entsprechende Option in den Systemeinstellungen ihres Browsers zu deaktivieren. Gespeicherte Cookies können in den Systemeinstellungen des Browsers gelöscht werden. Der Ausschluss von Cookies kann zu Funktionseinschränkungen dieses Onlineangebotes führen.
Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketings eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/ oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/ erklärt werden.
LÖSCHUNG VON DATEN
Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der Art. 17 und 18 DSGVO gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt. Sofern nicht im Rahmen dieser Datenschutzerklärung ausdrücklich angegeben, werden die bei uns gespeicherten Daten gelöscht, sobald sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr erforderlich sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
Nach gesetzlichen Vorgaben in Deutschland erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 10 Jahre gemäß §§ 147 Abs. 1 AO, 257 Abs. 1 Nr. 1 und 4, Abs. 4 HGB (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handelsbücher, für Besteuerung relevante Unterlagen, etc.) und 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 Nr. 2 und 3, Abs. 4 HGB (Handelsbriefe).
EINBINDUNG VON DIENSTEN UND INHALTEN DRITTER PARTEIEN
Wir setzen innerhalb unseres Onlineangebotes auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Inhalts- oder Serviceangebote von Drittanbietern ein, um deren Inhalte und Services, wie z.B. Videos oder Schriftarten einzubinden (nachfolgend einheitlich bezeichnet als “Inhalte”). Dies setzt immer voraus, dass die Drittanbieter dieser Inhalte die IP-Adresse der Nutzer wahrnehmen, da sie ohne die IP-Adresse die Inhalte nicht an deren Browser senden könnten. Die IP-Adresse ist damit für die Darstellung dieser Inhalte erforderlich.
– Counterize (Statistik-Tool): Diese Website benutzt Counterize als lokales Statistik-Tool. Counterize verwendet Cookies, die eine Analyse der Benutzung der Website ermöglichen. Die erzeugten Informationen werden anonym behandelt. Ihre IP-Adresse wird von uns nicht erfasst oder gespeichert, da wir die entsprechende Funktion von Counterize deaktiviert haben. Die Benutzung dient einer nicht personenbezogenen Statistikerstellung, um diese Seite benutzerfreundlicher zu gestalten.
– Amazon-Partnerprogramm: Wir sind auf Grundlage unserer berechtigten Interessen Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Platzierung von Werbeanzeigen und Links konzipiert wurde, mittels derer Werbekostenerstattungen verdient werden können (Affiliate-System). Amazon setzt Cookies ein, um die Herkunft der Bestellungen nachzuvollziehen. Weitere Informationen erhalten Sie in der Datenschutzerklärung von Amazon: https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201909010.
– Social Plugins (Facebook, Twitter, LinkedIn): Innerhalb unseres Onlineangebotes können Schaltflächen und Funktionen sozialer Netzwerke eingebunden sein, mit denen Nutzer Inhalte teilen können. Rufen Sie eine solche Funktion auf, baut Ihr Gerät eine direkte Verbindung mit den Servern des jeweiligen Anbieters auf. Sofern Sie dort eingeloggt sind, kann der Besuch Ihrem Profil zugeordnet werden. Die jeweiligen Datenschutzerklärungen und Opt-Out-Optionen finden Sie bei den Anbietern (Facebook Ireland Ltd., Twitter Inc., LinkedIn Ireland Unlimited Company).
Erstellt unter Teilverwendung von Vorlagen des Datenschutz-Generators.de von RA Dr. Thomas Schwenke.
Veröffentlicht unter Links

„Am Donnerstag hat Gott Geburtstag“ – Das Buch

Leider gibt es das Buch nicht mehr offiziell zu kaufen. Aber vielleicht erwischst du es noch irgendwo gebraucht.

Dieses Buch wird Ihren Blick auf die Welt verändern. Ab Seite 141 sehen Sie Ihre Küche mit neuen Augen.

Lesen Sie, warum Fräulein Hagedorn mit Hamburgern spricht. Erfahren Sie, was damals wirklich bei der Hexe im Wald geschah und warum eine Busfahrt nach Hamburg erotisch sein kann.

Dieses Buch erklärt Ihnen außerdem, worüber Gott sich an seinem Millionsten Geburtstag freut und schildert, wie Sie am besten in die chinesische Botschaft eindringen.

Bestellen Sie es bei Amazon. Woanders gibt es das leider nicht mehr.

Für alle anderen Bücher gilt: Support your local bookstores! Hier liegen die Berliner Buchläden: Buchläden in Berlin 

Wer?

Leovinus: Jahrgang Katharina Witt und Björk, kann es aber nicht mit deren Sportlichkeit, Musikalität und Weiblichkeit aufnehmen. Mag Hüte und ungewöhnliche Hemden. Schreibt, seit er den Heiko-Füller halten konnte. Zum Glück sind die ersten Geschichten im Dunkel eines untergegangenen Landes verschollen.

Kolumnist, Geschichtenschreiber und Mitbegründer mehrerer Lesebühnen, u.a. der ersten Pankower Lesebühne „Sinn & Voll“, und natürlich von „So noch nie“. Inhaber dieser Webseite, welche einige seiner zahlreichen subtil-seltsamen Geschichten und Kolumnen, sowie klappernde Gedichte, allerdings kein Bild von ihm enthält. Leidet immer wieder unter einer Schreibblockade, die demnächst die Grundschule verlässt. Vater zweier inzwischen erwachsener Kinder.
Seit Juli 2023 lebt Leovinus in Duisburg. Die Liebe! Manchmal schreibt er auch und liest vor, wenn man ihn bittet.

Leovinus: Außerdem Figur bei „Douglas Adams‘ Raumschiff Titanic“ von Terry Jones (das verstehe, wer will.)

Woanders weiterlesen – Links

Diese Liste ist weder vollständig noch endgültig. Aber irgendwo muss man ja mal beginnen. Wenn du meinst, deine Webseite sollte hier auch erscheinen, dann schreib mir einfach. Du kennst mich ja.

Veröffentlicht unter Links

Kolumnen – „Boomtown“ und „Cogito“

Hervorgehoben

Ende 1999 begann ich, regelmäßig im Forum des „Berliner Zimmer“ Kolumnen zu veröffentlichen. Heute würde man das vermutlich „Blog“ nennen, denn die meist wöchentlich erscheinenden Beiträge behandelten jeweils irgend ein Thema, das mir gerade durch den Kopf ging. Mal ganz banal regional, manchmal das Große Ganze betreffend, naturwissenschaftliche Themen wechselten mit Tratsch und philosophisch Angehauchtem. Der Name der Reihe war „Boomtown“, was eine etwas verdrehte Begründung hat, die sich zu Beginn fast jeder Kolumne findet: Ende der Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts veröffentlichten die „Boomtown Rats“ den Titel „I don’t like Mondays“. Er handelt von einer Schülerin in San Diego, die am 29.1.1979 ihre Klassenkameraden erschoss und dies einzig mit jenem Satz begründete.Um anderen Menschen ein ähnliches Schicksal zu ersparen, erschien diese Kolumne montags in der Hoffnung auf zahlreiche Leser.

Einige Monate später bat mich der freundliche Tim Rohrer, für die Titelseite seiner „Leselupe“ ebenfalls in regelmäßigen Abständen eine Kolumne zu fertigen, was ich bis zum Oktober 2000 tat. Diese Kolumne trug den Titel „Cogito“, was soviel bedeutet wie „eine Sache im Geist zusammenfassen“.

Später fanden sich die Kolumnen außerdem im „Glossen-Magazin“, einer Webseite von Katja Zymara, sowie auf meiner eigenen Webseite, die ich 1999 eröffnete.

Leider existieren heute sowohl das Glossen-Magazin als auch das Forum des Berliner Zimmer nicht mehr. Einige Themen aber sind nach wie vor aktuell, weshalb man eine Auswahl der Texte hier findet.

http://www.leovinus.de/wordpress/?cat=9

Impressum und so

Alle Texte dieser Seite stammen, wenn nicht anders angegeben, von mir, Norbert Wurzel (Leovinus.)

Die Bilder und Graffiti kreierte Emil Leovinus Wurzel.

Sollten Sie einen Link finden, so dürfen Sie ihn behalten. Vom Inhalt aller verlinkten Seiten distanziere ich mich vorsorglich, ausdrücklich und in jedweder rechtlich gültigen Form. Mit anderen Worten: Mit Schweinkram und Idioten hab ich nichts zu schaffen.

Wenn Sie mir schreiben wollen, dann tun sie es einfach. Benutzen sie bitte Ihr Gehirn und verwenden diese Mail-Adresse: leo ätt leovinus punkt d e

Danke.

Und hier noch das hochoffizielle Kleingedruckte:

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Norbert Wurzel
Wedauer Straße 301
47279 Duisburg

Kontakt:

E-Mail: search@leovinus.de

Quelle: http://www.e-recht24.de

Haftungsausschluss (Disclaimer)

Haftung für Inhalte

Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet. Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

Quellenangaben: eRecht24 Disclaimer, Disclaimer eRecht24

Frischs Fragen

buchBoomtown 03/2002

Vom 4.Februar 2002

Frischs Fragen

Auf dem „Schreibtisch“ meines Computers liegt ein Programm mit Namen „Eightball“. Sein Icon sieht aus wie die Billardkugel „Acht“ und seine simple Funktion besteht darin, Antworten auf all meine Fragen zu geben. Ich muss lediglich darauf klicken und erhalte sinnreiche Auskünfte wie „Ganz sicher.“ oder „Das würde ich nicht wagen.“ oder „Frag Sybille.“

Ist man nicht im Besitz eines Computers, kann der gleiche Dienst durch ein Buch erfüllt werden, in dem mehr oder weniger intelligente Aussagen versammelt sind. Wieder anders veranlagte Menschen begeben sich aus diesem Anlasse zu einem Werktätigen der astrologischen oder sonstig esoterischen Industrie.

Da es mir in dieser Woche – wieder einmal – an einem hinreichend erquicklichen Kolumnen-Thema mangelte und weder Eightball noch ein Buch weiterzuhelfen in der Lage waren, kam es meiner Muse in den Sinn, mir einen Klassiker auf den Schreibtisch flattern zu lassen, der keinerlei Antworten, sondern „nur“ Fragen beinhaltet. Die Alt- und Neu-Achtundsechziger unter uns wissen, welches Buch dies ist: Max Frischs „Fragebogen“. Darin habe ich willkürlich eine Seite aufgeschlagen und eine beliebige Frage ausgewählt. Es traf zufälligerweise die erste Seite mit Frage Eins. (Manchmal kann man’s eben nicht beeinflussen.) „Sind Sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert?“ Antwort: „Nein.“

Nächste Frage: „Warum? Stichworte genügen.“

Es ist mir natürlich schwer vorstellbar, dass mich überhaupt irgendetwas interessiert, wenn ich nicht mehr bin. Möglicherweise wird mein Astralleib noch das eine oder andere Interesse haben, aber welcher physikalische Teil von mir sollte die Aufgabe des Interessiertseins übernehmen?

In Ordnung, jetzt mal ernsthaft, wahrscheinlich hat Onkel Max es ja anders gemeint: Aber eine so tolle Vorstellung, dass sich da weiterhin wildfremde Menschen ernähren, begehren und vermehren, also so umwerfend finde ich das nicht. Oftmals erscheint mir die Erde just dort ein ganz nettes Plätzchen, wo sich keine anderen Leute aufhalten.

Im Übrigen ist damit zu rechnen, dass ich bereits kürzeste Zeit nach meinem Ableben eher zur Erde gerechnet werden kann als zu den Menschen. Darum wird mir dann wohl mehr die Erde an meinem lehmigen Herzen liegen. Ich kann schließlich nicht behaupten, dass die Menschen der Erde gut getan hätten, wenn man einmal von ihrer Funktion als Dünger absieht.

Frage hinreichend beantwortet? Dann überspringen wir an dieser Stelle 272 weitere und kommen zur letzten Frage im letzten Fragebogen: „Wieso weinen die Sterbenden nie?“

Zunächst einmal: wer sagt, dass die nie weinen? Doch werde ich wahrscheinlich auch lachen, wenn ich da so auf dem Totenbett herumlümmele. Aus dem Wohnzimmer höre ich Tante Brunhild in den Schubfächern nach dem Testament wühlen. Menschen, die ich in den letzten zwanzig Jahren nie gesehen habe und nun behaupten, meine Enkel zu sein, schnäuzen künstlich erzeugte Tränen ins Taschentuch. Der Opa aus der Wohnung unter mir, der sich immer aufgeregt hat, wenn ich mit dem Krückstock den Takt zu seiner Lieblings-CD schlug, zeigt dem potentiellen Nachmieter die schlecht gelüftete Wohnung. Tochter Sieglinde, welche schon früher besonders eifrig war, macht mir ein letztes Mal ein schlechtes Gewissen. Sie hat bereits bei Grieneisen einen Kostenvoranschlag eingeholt. Doch wirklich tangieren wird mich dies alles nicht mehr, ich bin fertig. Nun sind die anderen dran mit Welt retten. Ich habe genug Müll getrennt.

Das wird schön: Kein Ein- und Ausatmen den lieben langen Tag, kein Warten auf Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Straßenbahn. Ende mit „Hab ich auch das Gas in der Küche ausgedreht?“ Harry Potter Teil Zwölf (Jaja, den wird’s geben!) kann mir gestohlen bleiben. Jetzt wird mal ein paar Jahrzehnte lang im Boden gelegen und gemodert.

Wenn ich viel Glück habe, kommt in Jahrtausenden ein Archäologe vorbei, wäscht mir die zu Erde gewordenen Augäpfel aus der Stirnhöhle und verkauft meinen Schädel an das nächstbeste Heimatmuseum. Dann glotze ich montags bis freitags von neun bis achtzehn Uhr gelangweilte Schulklassen an und wenn mir ein Mädel sympathisch ist, klappere ich mit den Zähnen. Ich kann’s kaum erwarten.

Und wenn ihr jemanden gern habt, nehmt euer Herz in beide Hände und macht was draus.

Eine schöne lebendige Zeit wünscht Leovinus

(2002)

Sieben Pluspunkte für die toten Maya

taschenuhrBoomtown 19/2001

Vom 6.August 2001

Sieben Pluspunkte für die toten Maya

Manch Sonntag döse ich im Park auf der Wiese und denke gestresst: Mein Gott, will diese blöde Kolumne denn nie fertig werden? Es gibt Dinge, die kein wohl verdientes Happy End erlangen. Denn die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte voller Aufschiebungen und Verspätungen. Der erste Homo sapiens aufschieberitus war zweifellos der Neandertaler. Er schob seine eigene Entwicklung so lange auf, bis er sich selbst und damit das Problem erledigte.

Ein weiteres Musterbeispiel ist der biblische Methusalem, welcher gar seinen eigenen Tod um einige hundert Jahre verschob.

In der jüngeren Geschichte der Kunst gelten die russischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts als bekannteste Aufschieblinge. Tolstoi und Dostojewski gelang es stets, das Ende ihrer Romane um ein paar Tausend Seiten hinauszuzögern. Auch auf die letzte Note der Zehnten Sinfonie Ludwig van Beethovens warten wir bis heute.

Selbstverständlich hätte es zahllose weitere berühmte Aufschieber geben können, wären diese nicht leider stets viel zu früh verstorben, um Spuren zu hinterlassen. Deshalb ist es an der Zeit, das Problem genauer unter die Lupe zu nehmen. Immerhin gibt es für jede Verspätung triftige Gründe. Sind bei der Bahn schlichtweg die Fahrpläne schuld, so gibt es bei der Renovierung, oder vielmehr Nicht-Renovierung meines Badezimmers seit fast genau drei Jahren ganze sieben verschiedene Gründe, es in seinem ursprünglichen Zustand zu belassen.

Der erste Grund lautet: Grundrecht. Ich bin ein freier Mensch. Warum muss ich mich mit solch schnöden Dingen befassen? Es ist höchste Zeit, dass sich das Verfassungsgericht diesen Problems annimmt, denn immerhin schränkt es meine Persönlichkeit für die Dauer von einem, wenn nicht gar zwei Wochenenden meines Lebens ein.

Punkt zwei: Der Zeitpunkt. Niemand weiß, wann ich mit diesen Arbeiten definitiv starten soll. Weshalb heute, warum nicht nächste Woche? Warum im Sommer, wenn das Wetter viel zu schön ist, um sich mit solcherlei Innenarbeit zu beschäftigen? Hingegen ist der Winter völlig unpassend. Man muss das Zimmer lüften können, damit die Farbe schnell trocknet. Oder darf die gar nicht schnell trocknen? Woher soll ich das wissen, bin ich Maler? Am besten, ich kaufe erst ein Buch, um mich auf diese hoch komplizierte Tätigkeit vorzubereiten.

Grund drei: Vorbereitung. So eine Arbeit will ordentlich bedacht werden. Die Idee mit dem Buch war ein guter Anfang. Welches Buch? Wo kaufe ich das am besten? Im Internet? Amazon oder lieber BOL? Vielleicht besser Libris? Herrjeh, wer hätte gedacht, dass Renovieren dermaßen schwierig ist!

Aber ich will die Dinge, die ich mache, richtig tun. Denn Grund vier hört auf den Namen Perfektion. Die Sache muss schon Hand und Fuß haben. Was nützt mir ein renoviertes Bad, wenn ich mich darin nicht wohl fühle? Ich habe keine Lust, das Ganze im nächsten Jahr noch einmal durchzuziehen.

Da fällt mir ein, dass hier nächstes Jahr sowieso das Rohrsystem saniert wird. Darauf warte ich jetzt seit drei Jahren. Damit haben wir Grund fünf: die Hausverwaltung. Solche Leute kann ich wirklich leiden. Die haben doch ihr übriges Leben auch nicht im Griff. Ewig schieben sie alles auf und wir müssen die Konsequenzen tragen.

Sonst (Nummer Sechs), wäre das mit der Malerei wirklich einfach: Wenn ich mal begonnen habe, ist das ganz fix fertig. Also kann ich mir mit dem Anfangen wirklich Zeit lassen.

Außerdem muss man die Badezimmer-Problematik einmal im Universal-Maßstab betrachten. Grund Nummer Sieben: Ökologie. Aufschieben fördert die globale Unordnung und ist gut für die Umwelt. Denken wir an die untergegangenen Städte der Maya. Jahrhunderte lang hat dort niemand saniert, installiert oder renoviert. Das Ergebnis ist blühender Dschungel in den Gesteinen! Chlorophyll! Sauerstoff-Lieferant für die gesamte Erde! Hätten die Maya überlebt, würde dieser wertvolle Bestandteil der Atemluft schlichtweg fehlen! Das Gegenbeispiel dazu liefern die benachbarten Azteken. Diese gründeten nämlich 1325 die Stadt Mexiko, in welcher heutzutage der Sauerstoff knapp wird. Dort leben noch immer Azteken und schieben auf, was die Tempelkalender hergeben.

Aber habe ich wirklich Lust auszusterben, bloß weil der in meine Wanne rieselnde Putz die Menschheit rettet? Lieber beginne ich gleich morgen mit dem Badezimmer.

Oder sollte ich zuerst die Küchentür streichen?

Und wenn Ihr jemanden gern habt, nehmt Euer Herz in beide Hände und macht was draus.

Leovinus.

(2001)

Die Wahrheit über Bart-Simpson-Socken

weinflascheBoomtown 05/2001

Vom 29. Januar 2001

Die Wahrheit über Bart-Simpson-Socken

Jedes Mal, wenn ich im Restaurant vor der Weinkarte sitze, fühle ich mich wie ein Gehörloser, der sich zwischen dem dritten und dem fünften Beethovenschen Streichquartett entscheiden soll. Denn, ich gestehe es, ich habe ebenso viel Geschmack wie Manfred Krug oder Rudolf Moshammer.

Das wird besonders dann peinlich, wenn man für den jeweiligen Begleiter/die Begleiterin „doch mal eben schnell einen guten mit auswählen“ soll. Ist es eigentlich opportun, in solcher Gelegenheit die Augen zu schließen und mit dem Finger irgend wohin zu tippen? Eine Zeit lang trank ich gern ich französischen Rotwein – egal welche Sorte, ich fand die alle gut. Und zwar aus dem einzigen Grund, weil eine Menge berühmter Leute behaupteten, sie mögen einen „trockenen Französischen“ zum Abendbrot.

In meinem Regal tummeln sich auch einige CDs mit merkwürdiger Musik. Irgend jemand hat mir eingeredet, diese wäre toll. Zugegeben, die Platten gefallen mir wirklich, aber wer erklärt, warum sie besser sind als eine Million anderer Stücke, die ähnlich klingen? Ich habe Angst vor dem Tag, an dem mir jemand die Phantasien eines betrunkenen Irren als superkreatives Werk unterjubelt, indem er behauptet, es wäre gemeinsam von Tom Waits und Herbie Hancock komponiert worden.

Gibt es eine Schule für allgemeine Geschmacksbildung? Ich würde das gern lernen. Die Geschmacksnerven der meisten Menschen ergreifen schreiend die Flucht, wenn sie von Joghurt-Sorten namens „Coconut“, „Stracchiatella“ oder von „Birnenjoghurt mit Schokoraspeln“ auch nur hören. Meine nicht. Denn ich bin im Supermarkt der Einzige, der palettenweise Plastikbecher umstapelt, um eines einsamen Exemplars der seltenen Spezies „Haselnuss-Joghurt“ habhaft zu werden. Bin ich darob ein schlechter Mensch?

Auch bei Kaffee soll es Unterschiede geben, die sich mir nie erschließen werden. Für mich ist der einzig existierende Unterschied der, der zwischen starkem (= gutem) und dünnem (= schlechtem) Kaffee besteht. Herkunft – eine Plantage, oder? Aroma – wird schon drin sein, ist ja Kaffee.

Wahrscheinlich bin ich einfach zu pragmatisch oder ignorant. In jüngster Zeit ist eine Tüte wirklich billiger Kartoffel-Riffelchips für 99 Pfennig mein abendlicher Begleiter beim Fernsehen. Der Inhalt ist scharf, total versalzen und besteht wahrscheinlich ohnehin zu 60 Prozent aus irgendwelchen chemisch hergestellten Aromastoffen. Eventuell halten andere Menschen, während sie dem Arte-Themenabend folgen, ein auserlesenes Kartoffelchip ins Licht und lobpreisen eine Ode an dieses Meisterwerk: „Oh, du vollendete Krone der Haute-Cuisine, verzeih mir Unwürdigem. Du schmeckst so vortrefflich kartoffelig, dass es eigentlich eine Schande ist, dich zu vertilgen. – Kracks.“ Mir ist der Geschmack völlig gleichgültig. Hauptsache das Ding erfüllt seinen Zweck, für den es als Chip auf die Welt gekommen ist: Man hat etwas zum Knabbern in der Hand. Kracks.

Burger King gab in den vergangenen Jahren Dagobertillionen dafür aus, den Pommes-frites-Geschmack zu optimieren. Der Versuch war übrigens erfolglos, dennoch muss ein Unterschied zu den Kartoffelstäbchen von McDonalds existieren, denn Marktstudien haben ergeben, dass die der größten stinkenden „Restaurant“-Kette beliebter sind. Für mich wird das ein ewiges Rätsel bleiben.

Solches Unwissen beschränkt sich nicht nur auf kulinarische und künstlerische Genüsse. Eine Hose zum Beispiel muss nur passen. Punkt. Eine Winterjacke muss warm halten. Fertig. Ein Hemd sollte man zuknöpfen können. Aus. Warum soll ich mich wochenlang mit Karottenschnitt, unmodernen Reißverschlüssen oder zu großem Kragen herumquälen, wenn es die Sachen am Ende doch nicht in meiner Größe gibt? Dazu sind mir meine Nerven zu schade. Und noch ein Geheimnis: Ich empfinde auch weiße Strümpfe zu schwarzen Hosen und Schuhen nicht als Verbrechen. Ich vermeide sie nur deshalb, weil ich ungern Außenseiter bin. Bart-Simpson-Socken hab ich auch schon getragen (denn sie sind doch witzig!) und von den Farben meiner Unterwäsche rede ich hier lieber gar nicht erst.

Allerdings beschleicht mich langsam ein Verdacht: Wahrscheinlich hat jeder die eine oder andere Geschmacksverirrung, die er oder sie nur ungern offenbaren würde. Irgend jemand muss doch die ganzen U2-Platten kaufen!

Vor kurzem gestand mir Annelie (Name der Freundin geändert), dass sie ebenfalls dieses Fondand-Konfekt mag, das so herrlich-grässlich süß schmeckt. Ein Bekannter eröffnete mir neulich freimütig, er läse gern Konsalik-Romane (Name des Autors geändert). Das tröstete mich: Mein Geschmack ist also nicht besonders schlecht ausgebildet, sondern nur in besonders vielen Punkten anders als der der anderen. Ich habe die leise Hoffnung, die meisten tun nur so, als ob sie alles wüssten. Vielleicht gibt es in Wahrheit deshalb so wenig Haselnuss-Joghurt, weil alle Anderen den Rest weggekauft haben. Aber sicher bin ich mir da nicht.

Deshalb, wenn ihr mit mir in ein Restaurant geht, das fünf Sterne hat, dann nehmt die Weinkarte in beide Hände und sucht euch selbst was aus.

Guten Appetit wünscht Leovinus.

Depressionen leicht gemacht

Boomtown 03/2001

Vom 15. Januar 2001

Depressionen leicht gemacht

Um Kolumnen wie diese zu schreiben ist eine gewisse Portion gesunder Depressivität von Nöten. Da die erste Boomtown-Ausgabe auf den Oktober 1999 datiert, liegt es nahe, dass ich eine nicht unerhebliche Erfahrung im Erlangen des erforderlichen Negativ-Niveaus besitzen sollte.

Verschiedene Methoden haben sich bewährt. Manchmal genügt es, sich Samstag vormittags mit den hektischen Kassiererinnen im Einkaufscenter anzulegen, deren Bestreben darin besteht, frisch gekaufte Ware möglichst kraftvoll aus dem Kassenbereich zu entfernen. Ein probates Mittel, an der Fähigkeit der Welt zu verzweifeln, ist zudem der Versuch, sich bei der „Fitness company“ in Berlin Prenzlauer Berg anzumelden, was dazu führen kann, dass man das verzweifelte Personal fragen möchte, ob man ihm nicht helfen kann. Genügt dies nicht, öffnet man einen beliebigen Houellebecq-Roman auf irgend einer Seite und liest darin, um sich zehn Minuten später auf dem Dach des höchsten Gebäudes der Stadt wieder zu finden. Schließlich und endlich kann es nicht schaden, etwas Geld in seine Depression zu investieren und eine Kontaktanzeige aufzugeben. Frauen erfahren dadurch, dass sich eine ungeahnte Menge an Sediment auf dem Grund der männlichen Seele befinden kann. Männer erleben, dass es keine Frauen gibt, die Kontaktanzeigen lesen.

Viel schwieriger allerdings ist es, die Tiefen des Trübsinns zu verlassen, um wieder in die Gesellschaft der Frohen und Glücklichen zurückzukehren. Jüngst befragte ich völlig übermüdet vier verschiedene Freunde und erhielt prompt vier völlig unterschiedliche Auffassungen dazu.

Freund Nummer Eins ist Anhänger der religiösen Methode. Er begann zwar mit der Aussage, dass Anfälle von Trübsinn und daraus resultierender Schlaflosigkeit zum Alltag gehörten und „schlaf dich nur richtig aus, dann sieht die Welt schon wieder viel runder aus.“ Als er jedoch merkte, dass mich dies nicht wirklich in bessere Laune versetzte, erbot er sich, mit mir in den nächsten Buddhisten-Tempel zu gehen. „Da werden wir dich mal ordentlich durchmeditieren.“

Die Öko-Variante „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird von Freund Nummer Zwei bevorzugt. Ich müsse irgend etwas nur für mich ganz allein tun. Wie wäre es beispielsweise mit der wunderbaren Tätigkeit der Herstellung von eigenfüßig bemalten Untertassen? Sie sähen nicht nur hässlicher aus als man selbst. Man hätte auch etwas geschaffen, das noch wertloser ist als das eigene nutzlose Ich. Dieses könnte dann morgens nach durchwachter Nacht am Frühstückstisch das wunderbare Gefühl genießen: Es gibt etwas auf dieser Welt, das von noch weniger Menschen gemocht wird. Aber was tut man, wenn der Geschirrschrank schon vor hässlichen Untertassen platzt?

Noch immer am Boden zerstört befragte ich Freund Nummer Drei per Ferngespräch. Er diagnostizierte zu meiner Erleichterung eine hübsche Midlife-Crisis. Nicht unüblich in meinem Alter, betonte er und bestand auf chemischen Waffen. Flugs diktierte er mir drei verschiedene Medikamente, in jeder Apotheke erhältlich und auch gar nicht teuer. Seitdem weiß ich, dass er nicht nur besser aussieht als ich und den leichteren Job hat, sondern auch noch das bessere Gehalt sein Eigen nennt. Zu einem weiteren Telefonat kam es nicht, da er gerade mit seiner verboten gut gebauten Freundin auf den Malediven weilt.

Also traf ich am Sonntagabend Nummer Vier im Bunde. Dieser erkannte die Ursache meines Tiefs mit glasklarer Psychoanalyse. Am besten wäre es, so erklärte er, zukünftig Niederlagen auch als solche anzuerkennen statt sie zu verdrängen. Zu letzterem würde ich nämlich neigen. Wenn ich mir erst einmal klar machen würde, dass ich nicht perfekt wäre, könnte ich mich auch viel eher annehmen und wäre insgesamt glücklicher. Ich trocknete meine Tränen, dachte kurz darüber nach und kam zu dem Schluss: Aha, ich fühl mich also mies und nutzlos und ungeliebt, weil ich tatsächlich mies und nutzlos und ungeliebt bin.

Außerdem habe ich noch wirklich unfähige Freunde. Ich denke, ich sollte zur Aufheiterung ein paar Seiten Houellebecq lesen.

Eine schöne Woche wünscht Leovinus.

Und wenn ihr jemanden gern habt, nehmt Euer Herz in beide Hände und macht was draus.

(2001)

Virtuelle Wirtschaft

Cogito – 04/2000

Virtuelle Wirtschaft

Na, auch nichts abbekommen? Wie, Sie wissen nicht, wovon ich spreche? Sie haben nicht das »Handelsblatt« abonniert? Sehen Sie nicht jede Woche das Börsenmagazin auf Arte? Läuft auf Ihrem Computer nicht der Bildschirmschoner mit den aktuellsten Börsendaten? Ja, wo waren Sie denn in den vergangenen Monaten?

Also haben Sie auch keine. Seien Sie nicht traurig, die meisten haben keine, nur ungefähr jeder Fünfte soll ja etwas abbekommen haben von diesen Märchenaktien, die irgendwie unendlichen Reichtum aus dem Nichts versprechen. Natürlich nur dann, wenn man genau weiß, wann man wieder verkaufen muss. Am besten wäre es wahrscheinlich gleich nach der Emission gewesen, aber wenn das alle gemacht hätten…

Ist schon Wahnsinn, wie schnell man zu Geld kommen kann, wenn man sich nur richtig auskennen würde. In Amerika, so stand es vor einiger Zeit in einem der beiden führenden Nachrichtenmagazine Deutschlands, in Amerika jedenfalls gibt es eine Kleinstadt, die voll ist mit Aktienmillionären. Vor achtzig Jahren haben die alle, oder ihre Vorfahren, ein paar Anteile eines kleinen Unternehmens gekauft, weil die so billig waren und der dörfliche Finanzberater etwas Geld für einen Bekannten brauchte. Es war kein großes Risiko für sie. Die Firma hatte irgendwas mit Erfrischungsgetränken zu tun.

Damit kann man heutzutage keinen Börsenfuchs mehr aus dem Wald locken. Den muss man schon mit Computern oder Kommunikation locken. Natürlich genügt es nicht, einfach irgendwem seinen Dispokredit in den Rachen zu werfen. Es muss schon der sein, der am weitesten den Mund aufreißt. Dass das vorher ein eher glückloses »Siemens-Halbleiterwerk« war, das sich jüngst mittels angliziertem Latein auf den Markt warf, wird erst wieder jemanden interessieren, wenn es um die wirklich entscheidenden Dinge in der Wirtschaft geht, nämlich um Angebot und Nachfrage von Produkten. Wer kauft schon deutsche Chips? Vielleicht sollte man doch in Chio-Chips investieren. Das wären dann auch wieder so etwas Ähnliches wie Nahrungsmittel.

Glaubt wirklich jemand, dass man mit dem Internet real reich werden kann? Sofern es so etwas wie »realen« Reichtum, der sich aus Geld speist, überhaupt gibt. Firmen wie Netscape oder Yahoo leben doch auch nur auf Pump, weil irgendwer glaubt, dass sich das in werweißwievielen Jahren mal »rechnen« wird. Aber wie kann eine Internet-Suchmaschine anders Gewinne einfahren als durch Werbung?

Die Wirtschaft ist auf dem Weg zum Reklame-Inzest: »Yahoo« macht Werbung für T-Online. Robert T. Online, für dessen Namen man die Telekom auf Schmerzensgeld verklagen müsste, macht seinerseits Werbung für GMX. Natürlich braucht GMX auch etwas Geld und macht also Werbung… da capo ad infinitum. Gibt es da noch irgendwen, der einfach irgend etwas herstellt, das die Leute auch brauchen?

Erst, wenn die letzte Suchmaschine nur noch Müll gefunden hat, der letzte E-Mail-Server abgestürzt, das letzte Telefonkabel vor Überlastung verschmort ist und das letzte Moorhuhn abgeschlachtet wurde, werden wir merken, dass auch Aktien nur Bits und Bytes sind.

Auch ohne Geld reich: Leovinus.

(geschrieben am 20.3.2000 – ein knappes Jahr, bevor die Internet-Blase platzte)