Die Datenschutzerklärung

Datenschutzerklärung

Diese Datenschutzerklärung klärt Sie über die Art, den Umfang und Zweck der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (nachfolgend kurz „Daten“) innerhalb unseres Onlineangebotes und der mit ihm verbundenen Webseiten, Funktionen und Inhalte sowie externen Onlinepräsenzen, wie z.B. unser Social Media Profile auf (nachfolgend gemeinsam bezeichnet als „Onlineangebot“). Im Hinblick auf die verwendeten Begrifflichkeiten, wie z.B. „Verarbeitung“ oder „Verantwortlicher“ verweisen wir auf die Definitionen im Art. 4 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Verantwortlicher

Norbert Wurzel
Vinetastr. 21
13187 Berlin
Deutschland

Link zum Impressum: http://www.leovinus.de/wordpress/?p=121

Arten der verarbeiteten Daten:

– Bestandsdaten (z.B., Namen, Adressen).
– Kontaktdaten (z.B., E-Mail, Telefonnummern).
– Inhaltsdaten (z.B., Texteingaben, Fotografien, Videos).
– Nutzungsdaten (z.B., besuchte Webseiten, Interesse an Inhalten, Zugriffszeiten).
– Meta-/Kommunikationsdaten (z.B., Geräte-Informationen, IP-Adressen).

Kategorien betroffener Personen

Besucher und Nutzer des Onlineangebotes (Nachfolgend bezeichnen wir die betroffenen Personen zusammenfassend auch als „Nutzer“).

Zweck der Verarbeitung

– Zurverfügungstellung des Onlineangebotes, seiner Funktionen und Inhalte.
– Beantwortung von Kontaktanfragen und Kommunikation mit Nutzern.
– Sicherheitsmaßnahmen.
– Reichweitenmessung/Marketing

Verwendete Begrifflichkeiten

„Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person (im Folgenden „betroffene Person“) beziehen; als identifizierbar wird eine natürliche Person angesehen, die direkt oder indirekt, insbesondere mittels Zuordnung zu einer Kennung wie einem Namen, zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung (z.B. Cookie) oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen identifiziert werden kann, die Ausdruck der physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität dieser natürlichen Person sind.

„Verarbeitung“ ist jeder mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführte Vorgang oder jede solche Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Der Begriff reicht weit und umfasst praktisch jeden Umgang mit Daten.

„Pseudonymisierung“ die Verarbeitung personenbezogener Daten in einer Weise, dass die personenbezogenen Daten ohne Hinzuziehung zusätzlicher Informationen nicht mehr einer spezifischen betroffenen Person zugeordnet werden können, sofern diese zusätzlichen Informationen gesondert aufbewahrt werden und technischen und organisatorischen Maßnahmen unterliegen, die gewährleisten, dass die personenbezogenen Daten nicht einer identifizierten oder identifizierbaren natürlichen Person zugewiesen werden.

„Profiling“ jede Art der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten, die darin besteht, dass diese personenbezogenen Daten verwendet werden, um bestimmte persönliche Aspekte, die sich auf eine natürliche Person beziehen, zu bewerten, insbesondere um Aspekte bezüglich Arbeitsleistung, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, persönliche Vorlieben, Interessen, Zuverlässigkeit, Verhalten, Aufenthaltsort oder Ortswechsel dieser natürlichen Person zu analysieren oder vorherzusagen.

Als „Verantwortlicher“ wird die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet, bezeichnet.

„Auftragsverarbeiter“ eine natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die personenbezogene Daten im Auftrag des Verantwortlichen verarbeitet.

Maßgebliche Rechtsgrundlagen

Nach Maßgabe des Art. 13 DSGVO teilen wir Ihnen die Rechtsgrundlagen unserer Datenverarbeitungen mit. Sofern die Rechtsgrundlage in der Datenschutzerklärung nicht genannt wird, gilt Folgendes: Die Rechtsgrundlage für die Einholung von Einwilligungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 7 DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer Leistungen und Durchführung vertraglicher Maßnahmen sowie Beantwortung von Anfragen ist Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Erfüllung unserer rechtlichen Verpflichtungen ist Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, und die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung zur Wahrung unserer berechtigten Interessen ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Für den Fall, dass lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person eine Verarbeitung personenbezogener Daten erforderlich machen, dient Art. 6 Abs. 1 lit. d DSGVO als Rechtsgrundlage.

Sicherheitsmaßnahmen

Wir treffen nach Maßgabe des Art. 32 DSGVO unter Berücksichtigung des Stands der Technik, der Implementierungskosten und der Art, des Umfangs, der Umstände und der Zwecke der Verarbeitung sowie der unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten.

Zu den Maßnahmen gehören insbesondere die Sicherung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten durch Kontrolle des physischen Zugangs zu den Daten, als auch des sie betreffenden Zugriffs, der Eingabe, Weitergabe, der Sicherung der Verfügbarkeit und ihrer Trennung. Des Weiteren haben wir Verfahren eingerichtet, die eine Wahrnehmung von Betroffenenrechten, Löschung von Daten und Reaktion auf Gefährdung der Daten gewährleisten. Ferner berücksichtigen wir den Schutz personenbezogener Daten bereits bei der Entwicklung, bzw. Auswahl von Hardware, Software sowie Verfahren, entsprechend dem Prinzip des Datenschutzes durch Technikgestaltung und durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen (Art. 25 DSGVO).

Zusammenarbeit mit Auftragsverarbeitern und Dritten

Sofern wir im Rahmen unserer Verarbeitung Daten gegenüber anderen Personen und Unternehmen (Auftragsverarbeitern oder Dritten) offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt dies nur auf Grundlage einer gesetzlichen Erlaubnis (z.B. wenn eine Übermittlung der Daten an Dritte, wie an Zahlungsdienstleister, gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO zur Vertragserfüllung erforderlich ist), Sie eingewilligt haben, eine rechtliche Verpflichtung dies vorsieht oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (z.B. beim Einsatz von Beauftragten, Webhostern, etc.).

Sofern wir Dritte mit der Verarbeitung von Daten auf Grundlage eines sog. „Auftragsverarbeitungsvertrages“ beauftragen, geschieht dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO.

Übermittlungen in Drittländer

Sofern wir Daten in einem Drittland (d.h. außerhalb der Europäischen Union (EU) oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)) verarbeiten oder dies im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter oder Offenlegung, bzw. Übermittlung von Daten an Dritte geschieht, erfolgt dies nur, wenn es zur Erfüllung unserer (vor)vertraglichen Pflichten, auf Grundlage Ihrer Einwilligung, aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung oder auf Grundlage unserer berechtigten Interessen geschieht. Vorbehaltlich gesetzlicher oder vertraglicher Erlaubnisse, verarbeiten oder lassen wir die Daten in einem Drittland nur beim Vorliegen der besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO verarbeiten. D.h. die Verarbeitung erfolgt z.B. auf Grundlage besonderer Garantien, wie der offiziell anerkannten Feststellung eines der EU entsprechenden Datenschutzniveaus (z.B. für die USA durch das „Privacy Shield“) oder Beachtung offiziell anerkannter spezieller vertraglicher Verpflichtungen (so genannte „Standardvertragsklauseln“).

Rechte der betroffenen Personen

Sie haben das Recht, eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob betreffende Daten verarbeitet werden und auf Auskunft über diese Daten sowie auf weitere Informationen und Kopie der Daten entsprechend Art. 15 DSGVO.

Sie haben entsprechend. Art. 16 DSGVO das Recht, die Vervollständigung der Sie betreffenden Daten oder die Berichtigung der Sie betreffenden unrichtigen Daten zu verlangen.

Sie haben nach Maßgabe des Art. 17 DSGVO das Recht zu verlangen, dass betreffende Daten unverzüglich gelöscht werden, bzw. alternativ nach Maßgabe des Art. 18 DSGVO eine Einschränkung der Verarbeitung der Daten zu verlangen.

Sie haben das Recht zu verlangen, dass die Sie betreffenden Daten, die Sie uns bereitgestellt haben nach Maßgabe des Art. 20 DSGVO zu erhalten und deren Übermittlung an andere Verantwortliche zu fordern.

Sie haben ferner gem. Art. 77 DSGVO das Recht, eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einzureichen.

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, erteilte Einwilligungen gem. Art. 7 Abs. 3 DSGVO mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen

Widerspruchsrecht

Sie können der künftigen Verarbeitung der Sie betreffenden Daten nach Maßgabe des Art. 21 DSGVO jederzeit widersprechen. Der Widerspruch kann insbesondere gegen die Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung erfolgen.

Cookies und Widerspruchsrecht bei Direktwerbung

Als „Cookies“ werden kleine Dateien bezeichnet, die auf Rechnern der Nutzer gespeichert werden. Innerhalb der Cookies können unterschiedliche Angaben gespeichert werden. Ein Cookie dient primär dazu, die Angaben zu einem Nutzer (bzw. dem Gerät auf dem das Cookie gespeichert ist) während oder auch nach seinem Besuch innerhalb eines Onlineangebotes zu speichern. Als temporäre Cookies, bzw. „Session-Cookies“ oder „transiente Cookies“, werden Cookies bezeichnet, die gelöscht werden, nachdem ein Nutzer ein Onlineangebot verlässt und seinen Browser schließt. In einem solchen Cookie kann z.B. der Inhalt eines Warenkorbs in einem Onlineshop oder ein Login-Status gespeichert werden. Als „permanent“ oder „persistent“ werden Cookies bezeichnet, die auch nach dem Schließen des Browsers gespeichert bleiben. So kann z.B. der Login-Status gespeichert werden, wenn die Nutzer diese nach mehreren Tagen aufsuchen. Ebenso können in einem solchen Cookie die Interessen der Nutzer gespeichert werden, die für Reichweitenmessung oder Marketingzwecke verwendet werden. Als „Third-Party-Cookie“ werden Cookies bezeichnet, die von anderen Anbietern als dem Verantwortlichen, der das Onlineangebot betreibt, angeboten werden (andernfalls, wenn es nur dessen Cookies sind spricht man von „First-Party Cookies“).

Wir können temporäre und permanente Cookies einsetzen und klären hierüber im Rahmen unserer Datenschutzerklärung auf.

Falls die Nutzer nicht möchten, dass Cookies auf ihrem Rechner gespeichert werden, werden sie gebeten die entsprechende Option in den Systemeinstellungen ihres Browsers zu deaktivieren. Gespeicherte Cookies können in den Systemeinstellungen des Browsers gelöscht werden. Der Ausschluss von Cookies kann zu Funktionseinschränkungen dieses Onlineangebotes führen.

Ein genereller Widerspruch gegen den Einsatz der zu Zwecken des Onlinemarketing eingesetzten Cookies kann bei einer Vielzahl der Dienste, vor allem im Fall des Trackings, über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/ oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/ erklärt werden. Des Weiteren kann die Speicherung von Cookies mittels deren Abschaltung in den Einstellungen des Browsers erreicht werden. Bitte beachten Sie, dass dann gegebenenfalls nicht alle Funktionen dieses Onlineangebotes genutzt werden können.

Löschung von Daten

Die von uns verarbeiteten Daten werden nach Maßgabe der Art. 17 und 18 DSGVO gelöscht oder in ihrer Verarbeitung eingeschränkt. Sofern nicht im Rahmen dieser Datenschutzerklärung ausdrücklich angegeben, werden die bei uns gespeicherten Daten gelöscht, sobald sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr erforderlich sind und der Löschung keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Sofern die Daten nicht gelöscht werden, weil sie für andere und gesetzlich zulässige Zwecke erforderlich sind, wird deren Verarbeitung eingeschränkt. D.h. die Daten werden gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet. Das gilt z.B. für Daten, die aus handels- oder steuerrechtlichen Gründen aufbewahrt werden müssen.

Nach gesetzlichen Vorgaben in Deutschland, erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 10 Jahre gemäß §§ 147 Abs. 1 AO, 257 Abs. 1 Nr. 1 und 4, Abs. 4 HGB (Bücher, Aufzeichnungen, Lageberichte, Buchungsbelege, Handelsbücher, für Besteuerung relevanter Unterlagen, etc.) und 6 Jahre gemäß § 257 Abs. 1 Nr. 2 und 3, Abs. 4 HGB (Handelsbriefe).

Nach gesetzlichen Vorgaben in Österreich erfolgt die Aufbewahrung insbesondere für 7 J gemäß § 132 Abs. 1 BAO (Buchhaltungsunterlagen, Belege/Rechnungen, Konten, Belege, Geschäftspapiere, Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben, etc.), für 22 Jahre im Zusammenhang mit Grundstücken und für 10 Jahre bei Unterlagen im Zusammenhang mit elektronisch erbrachten Leistungen, Telekommunikations-, Rundfunk- und Fernsehleistungen, die an Nichtunternehmer in EU-Mitgliedstaaten erbracht werden und für die der Mini-One-Stop-Shop (MOSS) in Anspruch genommen wird.

Amazon-Partnerprogramm

Wir sind auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse am wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Teilnehmer des Partnerprogramms von Amazon EU, das zur Bereitstellung eines Mediums für Websites konzipiert wurde, mittels dessen durch die Platzierung von Werbeanzeigen und Links zu Amazon.de Werbekostenerstattung verdient werden kann (sog. Affiliate-System). D.h. als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Käufen.

Amazon setzt Cookies ein, um die Herkunft der Bestellungen nachvollziehen zu können. Unter anderem kann Amazon erkennen, dass Sie den Partnerlink auf dieser Website geklickt und anschließend ein Produkt bei Amazon erworben haben.

Weitere Informationen zur Datennutzung durch Amazon und Widerspruchsmöglichkeiten erhalten Sie in der Datenschutzerklärung des Unternehmens: https://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201909010.

Hinweis: Amazon und das Amazon-Logo sind Warenzeichen von Amazon.com, Inc. oder eines seiner verbundenen Unternehmen.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Counterize

Diese Website benutzt Counterize als Statistik-Tool. Counterize verwendet sog. “Cookies”, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website werden anonym behandelt. Ihre IP-Adresse wird von uns nicht erfasst oder gespeichert, da wir die entsprechende Funktion von Counterize deaktiviert haben.

Die Benutzung von Counterize dient einer nicht personenbezogenen Statistikerstellung und wird dazu verwendet, diese Seite benutzerfreundlicher zu gestalten.

 

Einbindung von Diensten und Inhalten Dritter

Wir setzen innerhalb unseres Onlineangebotes auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Inhalts- oder Serviceangebote von Drittanbietern ein, um deren Inhalte und Services, wie z.B. Videos oder Schriftarten einzubinden (nachfolgend einheitlich bezeichnet als “Inhalte”).

Dies setzt immer voraus, dass die Drittanbieter dieser Inhalte, die IP-Adresse der Nutzer wahrnehmen, da sie ohne die IP-Adresse die Inhalte nicht an deren Browser senden könnten. Die IP-Adresse ist damit für die Darstellung dieser Inhalte erforderlich. Wir bemühen uns nur solche Inhalte zu verwenden, deren jeweilige Anbieter die IP-Adresse lediglich zur Auslieferung der Inhalte verwenden. Drittanbieter können ferner so genannte Pixel-Tags (unsichtbare Grafiken, auch als „Web Beacons“ bezeichnet) für statistische oder Marketingzwecke verwenden. Durch die „Pixel-Tags“ können Informationen, wie der Besucherverkehr auf den Seiten dieser Website ausgewertet werden. Die pseudonymen Informationen können ferner in Cookies auf dem Gerät der Nutzer gespeichert werden und unter anderem technische Informationen zum Browser und Betriebssystem, verweisende Webseiten, Besuchszeit sowie weitere Angaben zur Nutzung unseres Onlineangebotes enthalten, als auch mit solchen Informationen aus anderen Quellen verbunden werden.

Verwendung von Facebook Social Plugins

Wir nutzen auf Grundlage unserer berechtigten Interessen (d.h. Interesse an der Analyse, Optimierung und wirtschaftlichem Betrieb unseres Onlineangebotes im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Social Plugins („Plugins“) des sozialen Netzwerkes facebook.com, welches von der Facebook Ireland Ltd., 4 Grand Canal Square, Grand Canal Harbour, Dublin 2, Irland betrieben wird („Facebook“).
Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer Inhalte dieses Onlineangebotes innerhalb von Facebook teilen können. Die Liste und das Aussehen der Facebook Social Plugins kann hier eingesehen werden: https://developers.facebook.com/docs/plugins/.

Facebook ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000GnywAAC&status=Active).

Wenn ein Nutzer eine Funktion dieses Onlineangebotes aufruft, die ein solches Plugin enthält, baut sein Gerät eine direkte Verbindung mit den Servern von Facebook auf. Der Inhalt des Plugins wird von Facebook direkt an das Gerät des Nutzers übermittelt und von diesem in das Onlineangebot eingebunden. Dabei können aus den verarbeiteten Daten Nutzungsprofile der Nutzer erstellt werden. Wir haben daher keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Facebook mit Hilfe dieses Plugins erhebt und informiert die Nutzer daher entsprechend unserem Kenntnisstand.

Durch die Einbindung der Plugins erhält Facebook die Information, dass ein Nutzer die entsprechende Seite des Onlineangebotes aufgerufen hat. Ist der Nutzer bei Facebook eingeloggt, kann Facebook den Besuch seinem Facebook-Konto zuordnen. Wenn Nutzer mit den Plugins interagieren, zum Beispiel den Like Button betätigen oder einen Kommentar abgeben, wird die entsprechende Information von Ihrem Gerät direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert. Falls ein Nutzer kein Mitglied von Facebook ist, besteht trotzdem die Möglichkeit, dass Facebook seine IP-Adresse in Erfahrung bringt und speichert. Laut Facebook wird in Deutschland nur eine anonymisierte IP-Adresse gespeichert.

Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten durch Facebook sowie die diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer, können diese den Datenschutzhinweisen von Facebook entnehmen: https://www.facebook.com/about/privacy/.

Wenn ein Nutzer Facebookmitglied ist und nicht möchte, dass Facebook über dieses Onlineangebot Daten über ihn sammelt und mit seinen bei Facebook gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, muss er sich vor der Nutzung unseres Onlineangebotes bei Facebook ausloggen und seine Cookies löschen. Weitere Einstellungen und Widersprüche zur Nutzung von Daten für Werbezwecke, sind innerhalb der Facebook-Profileinstellungen möglich: https://www.facebook.com/settings?tab=ads  oder über die US-amerikanische Seite http://www.aboutads.info/choices/  oder die EU-Seite http://www.youronlinechoices.com/. Die Einstellungen erfolgen plattformunabhängig, d.h. sie werden für alle Geräte, wie Desktopcomputer oder mobile Geräte übernommen.

Twitter

Innerhalb unseres Onlineangebotes können Funktionen und Inhalte des Dienstes Twitter, angeboten durch die Twitter Inc., 1355 Market Street, Suite 900, San Francisco, CA 94103, USA, eingebunden werden. Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer Inhalte dieses Onlineangebotes innerhalb von Twitter teilen können.
Sofern die Nutzer Mitglieder der Plattform Twitter sind, kann Twitter den Aufruf der o.g. Inhalte und Funktionen den dortigen Profilen der Nutzer zuordnen. Twitter ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000TORzAAO&status=Active). Datenschutzerklärung: https://twitter.com/de/privacy, Opt-Out: https://twitter.com/personalization.

LinkedIn

Innerhalb unseres Onlineangebotes können Funktionen und Inhalte des Dienstes LinkedIn, angeboten durch die LinkedIn Ireland Unlimited Company Wilton Place, Dublin 2, Irland, eingebunden werden. Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer Inhalte dieses Onlineangebotes innerhalb von LinkedIn teilen können. Sofern die Nutzer Mitglieder der Plattform LinkedIn sind, kann LinkedIn den Aufruf der o.g. Inhalte und Funktionen den dortigen Profilen der Nutzer zuordnen. Datenschutzerklärung von LinkedIn: https://www.linkedin.com/legal/privacy-policy.. LinkedIn ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt0000000L0UZAA0&status=Active). Datenschutzerklärung: https://www.linkedin.com/legal/privacy-policy, Opt-Out: https://www.linkedin.com/psettings/guest-controls/retargeting-opt-out.

Google+

Innerhalb unseres Onlineangebotes können Funktionen und Inhalte der Plattform Google+, angeboten durch die Google LLC, 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA („Google“), eingebunden werden. Hierzu können z.B. Inhalte wie Bilder, Videos oder Texte und Schaltflächen gehören, mit denen Nutzer Inhalte dieses Onlineangebotes innerhalb von Google teilen können. Sofern die Nutzer Mitglieder der Plattform Google+ sind, kann Google den Aufruf der o.g. Inhalte und Funktionen den dortigen Profilen der Nutzer zuordnen.

Google ist unter dem Privacy-Shield-Abkommen zertifiziert und bietet hierdurch eine Garantie, das europäische Datenschutzrecht einzuhalten (https://www.privacyshield.gov/participant?id=a2zt000000001L5AAI&status=Active). Weitere Informationen zur Datennutzung durch Google, Einstellungs- und Widerspruchsmöglichkeiten, erfahren Sie in der Datenschutzerklärung von Google (https://policies.google.com/technologies/ads) sowie in den Einstellungen für die Darstellung von Werbeeinblendungen durch Google (https://adssettings.google.com/authenticated).

Erstellt mit Datenschutz-Generator.de von RA Dr. Thomas Schwenke

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„Am Donnerstag hat Gott Geburtstag“ – Das Buch

Am Donnerstag hat Gott Geburtstag

Endlich! Dieses Buch wird Ihren Blick auf die Welt verändern. Ab Seite 141 sehen Sie Ihre Küche mit neuen Augen.

Lesen Sie, warum Fräulein Hagedorn mit Hamburgern spricht. Erfahren Sie, was damals wirklich bei der Hexe im Wald geschah und warum eine Busfahrt nach Hamburg erotisch sein kann.

Dieses Buch erklärt Ihnen außerdem, worüber Gott sich an seinem Millionsten Geburtstag freut und schildert, wie Sie am besten in die chinesische Botschaft eindringen.

Bestellen Sie es bei Amazon, bei Thalia oder – das wäre mir am allerliebsten – beim kleinen Buchladen „an der Ecke“. Auch als E-Book. (z.B. für Kindle)

Support your local bookstores! Hier liegen die Berliner Buchläden: Buchläden in Berlin 

Natürlich kann man es auch bei mir kaufen, bei meinen Lesungen oder wenn man mich auf der Straße trifft, auf der Arbeit, unter der Dusche …

Wer?

Leovinus: Jahrgang Katharina Witt und Björk, kann es aber nicht mit deren Sportlichkeit, Musikalität und Weiblichkeit aufnehmen. Mag Hüte und ungewöhnliche Hemden. Schreibt, seit er den Heiko-Füller halten konnte. Zum Glück sind die ersten Geschichten im Dunkel eines untergegangenen Landes verschollen.

Kolumnist, Geschichtenschreiber und Mitbegründer mehrerer Lesebühnen, u.a. der ersten Pankower Lesebühne „Sinn & Voll“, und natürlich von „So noch nie“. Inhaber dieser Webseite, welche einige seiner zahlreichen subtil-seltsamen Geschichten und Kolumnen, sowie klappernde Gedichte, allerdings kein Bild von ihm enthält. Kultiviert momentan erfolglos eine Schreibblockade, die demnächst das Kindergartenalter erreicht. Vater zweier Kinder, die lesen könnten, wenn sie wollten, aber lieber vorgelesen bekommen.

Leovinus: Außerdem Figur bei „Douglas Adams‘ Raumschiff Titanic“ von Terry Jones (das verstehe, wer will.)

Woanders weiterlesen – Links

Diese Liste ist weder vollständig noch endgültig. Aber irgendwo muss man ja mal beginnen. Wenn du meinst, deine Webseite sollte hier auch erscheinen, dann schreib mir einfach. Du kennst mich ja.

  • „Denken neu lenken“ – Antje Remke: Coach in Pankow
  • „Möllerscript“ – Kathrin Möller: Schreibberatung und Seminare für kreatives Schreiben
  • Amazon– ein großer Onlinehändler, bei dem es auch unsere Bücher gibt.
    (Ja – ich werde am Umsatz beteiligt, wenn du auf diesen Link klickst und dann irgendwas kaufst…)
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Kolumnen – „Boomtown“ und „Cogito“

Hervorgehoben

Ende 1999 begann ich, regelmäßig im Forum des „Berliner Zimmer“ Kolumnen zu veröffentlichen. Heute würde man das vermutlich „Blog“ nennen, denn die meist wöchentlich erscheinenden Beiträge behandelten jeweils irgend ein Thema, das mir gerade durch den Kopf ging. Mal ganz banal regional, manchmal das Große Ganze betreffend, naturwissenschaftliche Themen wechselten mit Tratsch und philosophisch Angehauchtem. Der Name der Reihe war „Boomtown“, was eine etwas verdrehte Begründung hat, die sich zu Beginn fast jeder Kolumne findet: Ende der Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts veröffentlichten die „Boomtown Rats“ den Titel „I don’t like Mondays“. Er handelt von einer Schülerin in San Diego, die am 29.1.1979 ihre Klassenkameraden erschoss und dies einzig mit jenem Satz begründete.Um anderen Menschen ein ähnliches Schicksal zu ersparen, erschien diese Kolumne montags in der Hoffnung auf zahlreiche Leser.

Einige Monate später bat mich der freundliche Tim Rohrer, für die Titelseite seiner „Leselupe“ ebenfalls in regelmäßigen Abständen eine Kolumne zu fertigen, was ich bis zum Oktober 2000 tat. Diese Kolumne trug den Titel „Cogito“, was soviel bedeutet wie „eine Sache im Geist zusammenfassen“.

Später fanden sich die Kolumnen außerdem im „Glossen-Magazin“, einer Webseite von Katja Zymara, sowie auf meiner eigenen Webseite, die ich 1999 eröffnete.

Leider existieren heute sowohl das Glossen-Magazin als auch das Forum des Berliner Zimmer nicht mehr. Einige Themen aber sind nach wie vor aktuell, weshalb man eine Auswahl der Texte hier findet.

http://www.leovinus.de/wordpress/?cat=9

Impressum und so

Alle Texte dieser Seite stammen, wenn nicht anders angegeben, von mir, Norbert Wurzel (Leovinus.)

Die Bilder und Graffiti kreierte Emil Leovinus Wurzel.

Sollten Sie einen Link finden, so dürfen Sie ihn behalten. Vom Inhalt aller verlinkten Seiten distanziere ich mich vorsorglich, ausdrücklich und in jedweder rechtlich gültigen Form. Mit anderen Worten: Mit Schweinkram und Idioten hab ich nichts zu schaffen.

Wenn Sie mir schreiben wollen, dann tun sie es einfach. Benutzen sie bitte Ihr Gehirn und verwenden diese Mail-Adresse: leo ätt leovinus punkt d e

Danke.

Und hier noch das hochoffizielle Kleingedruckte:

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Norbert Wurzel
Vinetastraße 21
13189 Berlin

Kontakt:

E-Mail: search@leovinus.de

 

Quelle: http://www.e-recht24.de

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Quellenangaben: eRecht24 Disclaimer, Disclaimer eRecht24

Frischs Fragen

buchBoomtown 03/2002

Vom 4.Februar 2002

Frischs Fragen

Auf dem „Schreibtisch“ meines Computers liegt ein Programm mit Namen „Eightball“. Sein Icon sieht aus wie die Billardkugel „Acht“ und seine simple Funktion besteht darin, Antworten auf all meine Fragen zu geben. Ich muss lediglich darauf klicken und erhalte sinnreiche Auskünfte wie „Ganz sicher.“ oder „Das würde ich nicht wagen.“ oder „Frag Sybille.“

Ist man nicht im Besitz eines Computers, kann der gleiche Dienst durch ein Buch erfüllt werden, in dem mehr oder weniger intelligente Aussagen versammelt sind. Wieder anders veranlagte Menschen begeben sich aus diesem Anlasse zu einem Werktätigen der astrologischen oder sonstig esoterischen Industrie.

Da es mir in dieser Woche – wieder einmal – an einem hinreichend erquicklichen Kolumnen-Thema mangelte und weder Eightball noch ein Buch weiterzuhelfen in der Lage waren, kam es meiner Muse in den Sinn, mir einen Klassiker auf den Schreibtisch flattern zu lassen, der keinerlei Antworten, sondern „nur“ Fragen beinhaltet. Die Alt- und Neu-Achtundsechziger unter uns wissen, welches Buch dies ist: Max Frischs „Fragebogen“. Darin habe ich willkürlich eine Seite aufgeschlagen und eine beliebige Frage ausgewählt. Es traf zufälligerweise die erste Seite mit Frage Eins. (Manchmal kann man’s eben nicht beeinflussen.) „Sind Sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts, wenn Sie und alle Ihre Bekannten nicht mehr sind, wirklich interessiert?“ Antwort: „Nein.“

Nächste Frage: „Warum? Stichworte genügen.“

Es ist mir natürlich schwer vorstellbar, dass mich überhaupt irgendetwas interessiert, wenn ich nicht mehr bin. Möglicherweise wird mein Astralleib noch das eine oder andere Interesse haben, aber welcher physikalische Teil von mir sollte die Aufgabe des Interessiertseins übernehmen?

In Ordnung, jetzt mal ernsthaft, wahrscheinlich hat Onkel Max es ja anders gemeint: Aber eine so tolle Vorstellung, dass sich da weiterhin wildfremde Menschen ernähren, begehren und vermehren, also so umwerfend finde ich das nicht. Oftmals erscheint mir die Erde just dort ein ganz nettes Plätzchen, wo sich keine anderen Leute aufhalten.

Im Übrigen ist damit zu rechnen, dass ich bereits kürzeste Zeit nach meinem Ableben eher zur Erde gerechnet werden kann als zu den Menschen. Darum wird mir dann wohl mehr die Erde an meinem lehmigen Herzen liegen. Ich kann schließlich nicht behaupten, dass die Menschen der Erde gut getan hätten, wenn man einmal von ihrer Funktion als Dünger absieht.

Frage hinreichend beantwortet? Dann überspringen wir an dieser Stelle 272 weitere und kommen zur letzten Frage im letzten Fragebogen: „Wieso weinen die Sterbenden nie?“

Zunächst einmal: wer sagt, dass die nie weinen? Doch werde ich wahrscheinlich auch lachen, wenn ich da so auf dem Totenbett herumlümmele. Aus dem Wohnzimmer höre ich Tante Brunhild in den Schubfächern nach dem Testament wühlen. Menschen, die ich in den letzten zwanzig Jahren nie gesehen habe und nun behaupten, meine Enkel zu sein, schnäuzen künstlich erzeugte Tränen ins Taschentuch. Der Opa aus der Wohnung unter mir, der sich immer aufgeregt hat, wenn ich mit dem Krückstock den Takt zu seiner Lieblings-CD schlug, zeigt dem potentiellen Nachmieter die schlecht gelüftete Wohnung. Tochter Sieglinde, welche schon früher besonders eifrig war, macht mir ein letztes Mal ein schlechtes Gewissen. Sie hat bereits bei Grieneisen einen Kostenvoranschlag eingeholt. Doch wirklich tangieren wird mich dies alles nicht mehr, ich bin fertig. Nun sind die anderen dran mit Welt retten. Ich habe genug Müll getrennt.

Das wird schön: Kein Ein- und Ausatmen den lieben langen Tag, kein Warten auf Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Straßenbahn. Ende mit „Hab ich auch das Gas in der Küche ausgedreht?“ Harry Potter Teil Zwölf (Jaja, den wird’s geben!) kann mir gestohlen bleiben. Jetzt wird mal ein paar Jahrzehnte lang im Boden gelegen und gemodert.

Wenn ich viel Glück habe, kommt in Jahrtausenden ein Archäologe vorbei, wäscht mir die zu Erde gewordenen Augäpfel aus der Stirnhöhle und verkauft meinen Schädel an das nächstbeste Heimatmuseum. Dann glotze ich montags bis freitags von neun bis achtzehn Uhr gelangweilte Schulklassen an und wenn mir ein Mädel sympathisch ist, klappere ich mit den Zähnen. Ich kann’s kaum erwarten.

Und wenn ihr jemanden gern habt, nehmt euer Herz in beide Hände und macht was draus.

Eine schöne lebendige Zeit wünscht Leovinus

(2002)

Sieben Pluspunkte für die toten Maya

taschenuhrBoomtown 19/2001

Vom 6.August 2001

Sieben Pluspunkte für die toten Maya

Manch Sonntag döse ich im Park auf der Wiese und denke gestresst: Mein Gott, will diese blöde Kolumne denn nie fertig werden? Es gibt Dinge, die kein wohl verdientes Happy End erlangen. Denn die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte voller Aufschiebungen und Verspätungen. Der erste Homo sapiens aufschieberitus war zweifellos der Neandertaler. Er schob seine eigene Entwicklung so lange auf, bis er sich selbst und damit das Problem erledigte.

Ein weiteres Musterbeispiel ist der biblische Methusalem, welcher gar seinen eigenen Tod um einige hundert Jahre verschob.

In der jüngeren Geschichte der Kunst gelten die russischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts als bekannteste Aufschieblinge. Tolstoi und Dostojewski gelang es stets, das Ende ihrer Romane um ein paar Tausend Seiten hinauszuzögern. Auch auf die letzte Note der Zehnten Sinfonie Ludwig van Beethovens warten wir bis heute.

Selbstverständlich hätte es zahllose weitere berühmte Aufschieber geben können, wären diese nicht leider stets viel zu früh verstorben, um Spuren zu hinterlassen. Deshalb ist es an der Zeit, das Problem genauer unter die Lupe zu nehmen. Immerhin gibt es für jede Verspätung triftige Gründe. Sind bei der Bahn schlichtweg die Fahrpläne schuld, so gibt es bei der Renovierung, oder vielmehr Nicht-Renovierung meines Badezimmers seit fast genau drei Jahren ganze sieben verschiedene Gründe, es in seinem ursprünglichen Zustand zu belassen.

Der erste Grund lautet: Grundrecht. Ich bin ein freier Mensch. Warum muss ich mich mit solch schnöden Dingen befassen? Es ist höchste Zeit, dass sich das Verfassungsgericht diesen Problems annimmt, denn immerhin schränkt es meine Persönlichkeit für die Dauer von einem, wenn nicht gar zwei Wochenenden meines Lebens ein.

Punkt zwei: Der Zeitpunkt. Niemand weiß, wann ich mit diesen Arbeiten definitiv starten soll. Weshalb heute, warum nicht nächste Woche? Warum im Sommer, wenn das Wetter viel zu schön ist, um sich mit solcherlei Innenarbeit zu beschäftigen? Hingegen ist der Winter völlig unpassend. Man muss das Zimmer lüften können, damit die Farbe schnell trocknet. Oder darf die gar nicht schnell trocknen? Woher soll ich das wissen, bin ich Maler? Am besten, ich kaufe erst ein Buch, um mich auf diese hoch komplizierte Tätigkeit vorzubereiten.

Grund drei: Vorbereitung. So eine Arbeit will ordentlich bedacht werden. Die Idee mit dem Buch war ein guter Anfang. Welches Buch? Wo kaufe ich das am besten? Im Internet? Amazon oder lieber BOL? Vielleicht besser Libris? Herrjeh, wer hätte gedacht, dass Renovieren dermaßen schwierig ist!

Aber ich will die Dinge, die ich mache, richtig tun. Denn Grund vier hört auf den Namen Perfektion. Die Sache muss schon Hand und Fuß haben. Was nützt mir ein renoviertes Bad, wenn ich mich darin nicht wohl fühle? Ich habe keine Lust, das Ganze im nächsten Jahr noch einmal durchzuziehen.

Da fällt mir ein, dass hier nächstes Jahr sowieso das Rohrsystem saniert wird. Darauf warte ich jetzt seit drei Jahren. Damit haben wir Grund fünf: die Hausverwaltung. Solche Leute kann ich wirklich leiden. Die haben doch ihr übriges Leben auch nicht im Griff. Ewig schieben sie alles auf und wir müssen die Konsequenzen tragen.

Sonst (Nummer Sechs), wäre das mit der Malerei wirklich einfach: Wenn ich mal begonnen habe, ist das ganz fix fertig. Also kann ich mir mit dem Anfangen wirklich Zeit lassen.

Außerdem muss man die Badezimmer-Problematik einmal im Universal-Maßstab betrachten. Grund Nummer Sieben: Ökologie. Aufschieben fördert die globale Unordnung und ist gut für die Umwelt. Denken wir an die untergegangenen Städte der Maya. Jahrhunderte lang hat dort niemand saniert, installiert oder renoviert. Das Ergebnis ist blühender Dschungel in den Gesteinen! Chlorophyll! Sauerstoff-Lieferant für die gesamte Erde! Hätten die Maya überlebt, würde dieser wertvolle Bestandteil der Atemluft schlichtweg fehlen! Das Gegenbeispiel dazu liefern die benachbarten Azteken. Diese gründeten nämlich 1325 die Stadt Mexiko, in welcher heutzutage der Sauerstoff knapp wird. Dort leben noch immer Azteken und schieben auf, was die Tempelkalender hergeben.

Aber habe ich wirklich Lust auszusterben, bloß weil der in meine Wanne rieselnde Putz die Menschheit rettet? Lieber beginne ich gleich morgen mit dem Badezimmer.

Oder sollte ich zuerst die Küchentür streichen?

Und wenn Ihr jemanden gern habt, nehmt Euer Herz in beide Hände und macht was draus.

Leovinus.

(2001)

Die Wahrheit über Bart-Simpson-Socken

weinflascheBoomtown 05/2001

Vom 29. Januar 2001

Die Wahrheit über Bart-Simpson-Socken

Jedes Mal, wenn ich im Restaurant vor der Weinkarte sitze, fühle ich mich wie ein Gehörloser, der sich zwischen dem dritten und dem fünften Beethovenschen Streichquartett entscheiden soll. Denn, ich gestehe es, ich habe ebenso viel Geschmack wie Manfred Krug oder Rudolf Moshammer.

Das wird besonders dann peinlich, wenn man für den jeweiligen Begleiter/die Begleiterin „doch mal eben schnell einen guten mit auswählen“ soll. Ist es eigentlich opportun, in solcher Gelegenheit die Augen zu schließen und mit dem Finger irgend wohin zu tippen? Eine Zeit lang trank ich gern ich französischen Rotwein – egal welche Sorte, ich fand die alle gut. Und zwar aus dem einzigen Grund, weil eine Menge berühmter Leute behaupteten, sie mögen einen „trockenen Französischen“ zum Abendbrot.

In meinem Regal tummeln sich auch einige CDs mit merkwürdiger Musik. Irgend jemand hat mir eingeredet, diese wäre toll. Zugegeben, die Platten gefallen mir wirklich, aber wer erklärt, warum sie besser sind als eine Million anderer Stücke, die ähnlich klingen? Ich habe Angst vor dem Tag, an dem mir jemand die Phantasien eines betrunkenen Irren als superkreatives Werk unterjubelt, indem er behauptet, es wäre gemeinsam von Tom Waits und Herbie Hancock komponiert worden.

Gibt es eine Schule für allgemeine Geschmacksbildung? Ich würde das gern lernen. Die Geschmacksnerven der meisten Menschen ergreifen schreiend die Flucht, wenn sie von Joghurt-Sorten namens „Coconut“, „Stracchiatella“ oder von „Birnenjoghurt mit Schokoraspeln“ auch nur hören. Meine nicht. Denn ich bin im Supermarkt der Einzige, der palettenweise Plastikbecher umstapelt, um eines einsamen Exemplars der seltenen Spezies „Haselnuss-Joghurt“ habhaft zu werden. Bin ich darob ein schlechter Mensch?

Auch bei Kaffee soll es Unterschiede geben, die sich mir nie erschließen werden. Für mich ist der einzig existierende Unterschied der, der zwischen starkem (= gutem) und dünnem (= schlechtem) Kaffee besteht. Herkunft – eine Plantage, oder? Aroma – wird schon drin sein, ist ja Kaffee.

Wahrscheinlich bin ich einfach zu pragmatisch oder ignorant. In jüngster Zeit ist eine Tüte wirklich billiger Kartoffel-Riffelchips für 99 Pfennig mein abendlicher Begleiter beim Fernsehen. Der Inhalt ist scharf, total versalzen und besteht wahrscheinlich ohnehin zu 60 Prozent aus irgendwelchen chemisch hergestellten Aromastoffen. Eventuell halten andere Menschen, während sie dem Arte-Themenabend folgen, ein auserlesenes Kartoffelchip ins Licht und lobpreisen eine Ode an dieses Meisterwerk: „Oh, du vollendete Krone der Haute-Cuisine, verzeih mir Unwürdigem. Du schmeckst so vortrefflich kartoffelig, dass es eigentlich eine Schande ist, dich zu vertilgen. – Kracks.“ Mir ist der Geschmack völlig gleichgültig. Hauptsache das Ding erfüllt seinen Zweck, für den es als Chip auf die Welt gekommen ist: Man hat etwas zum Knabbern in der Hand. Kracks.

Burger King gab in den vergangenen Jahren Dagobertillionen dafür aus, den Pommes-frites-Geschmack zu optimieren. Der Versuch war übrigens erfolglos, dennoch muss ein Unterschied zu den Kartoffelstäbchen von McDonalds existieren, denn Marktstudien haben ergeben, dass die der größten stinkenden „Restaurant“-Kette beliebter sind. Für mich wird das ein ewiges Rätsel bleiben.

Solches Unwissen beschränkt sich nicht nur auf kulinarische und künstlerische Genüsse. Eine Hose zum Beispiel muss nur passen. Punkt. Eine Winterjacke muss warm halten. Fertig. Ein Hemd sollte man zuknöpfen können. Aus. Warum soll ich mich wochenlang mit Karottenschnitt, unmodernen Reißverschlüssen oder zu großem Kragen herumquälen, wenn es die Sachen am Ende doch nicht in meiner Größe gibt? Dazu sind mir meine Nerven zu schade. Und noch ein Geheimnis: Ich empfinde auch weiße Strümpfe zu schwarzen Hosen und Schuhen nicht als Verbrechen. Ich vermeide sie nur deshalb, weil ich ungern Außenseiter bin. Bart-Simpson-Socken hab ich auch schon getragen (denn sie sind doch witzig!) und von den Farben meiner Unterwäsche rede ich hier lieber gar nicht erst.

Allerdings beschleicht mich langsam ein Verdacht: Wahrscheinlich hat jeder die eine oder andere Geschmacksverirrung, die er oder sie nur ungern offenbaren würde. Irgend jemand muss doch die ganzen U2-Platten kaufen!

Vor kurzem gestand mir Annelie (Name der Freundin geändert), dass sie ebenfalls dieses Fondand-Konfekt mag, das so herrlich-grässlich süß schmeckt. Ein Bekannter eröffnete mir neulich freimütig, er läse gern Konsalik-Romane (Name des Autors geändert). Das tröstete mich: Mein Geschmack ist also nicht besonders schlecht ausgebildet, sondern nur in besonders vielen Punkten anders als der der anderen. Ich habe die leise Hoffnung, die meisten tun nur so, als ob sie alles wüssten. Vielleicht gibt es in Wahrheit deshalb so wenig Haselnuss-Joghurt, weil alle Anderen den Rest weggekauft haben. Aber sicher bin ich mir da nicht.

Deshalb, wenn ihr mit mir in ein Restaurant geht, das fünf Sterne hat, dann nehmt die Weinkarte in beide Hände und sucht euch selbst was aus.

Guten Appetit wünscht Leovinus.

Depressionen leicht gemacht

Boomtown 03/2001

Vom 15. Januar 2001

Depressionen leicht gemacht

Um Kolumnen wie diese zu schreiben ist eine gewisse Portion gesunder Depressivität von Nöten. Da die erste Boomtown-Ausgabe auf den Oktober 1999 datiert, liegt es nahe, dass ich eine nicht unerhebliche Erfahrung im Erlangen des erforderlichen Negativ-Niveaus besitzen sollte.

Verschiedene Methoden haben sich bewährt. Manchmal genügt es, sich Samstag vormittags mit den hektischen Kassiererinnen im Einkaufscenter anzulegen, deren Bestreben darin besteht, frisch gekaufte Ware möglichst kraftvoll aus dem Kassenbereich zu entfernen. Ein probates Mittel, an der Fähigkeit der Welt zu verzweifeln, ist zudem der Versuch, sich bei der „Fitness company“ in Berlin Prenzlauer Berg anzumelden, was dazu führen kann, dass man das verzweifelte Personal fragen möchte, ob man ihm nicht helfen kann. Genügt dies nicht, öffnet man einen beliebigen Houellebecq-Roman auf irgend einer Seite und liest darin, um sich zehn Minuten später auf dem Dach des höchsten Gebäudes der Stadt wieder zu finden. Schließlich und endlich kann es nicht schaden, etwas Geld in seine Depression zu investieren und eine Kontaktanzeige aufzugeben. Frauen erfahren dadurch, dass sich eine ungeahnte Menge an Sediment auf dem Grund der männlichen Seele befinden kann. Männer erleben, dass es keine Frauen gibt, die Kontaktanzeigen lesen.

Viel schwieriger allerdings ist es, die Tiefen des Trübsinns zu verlassen, um wieder in die Gesellschaft der Frohen und Glücklichen zurückzukehren. Jüngst befragte ich völlig übermüdet vier verschiedene Freunde und erhielt prompt vier völlig unterschiedliche Auffassungen dazu.

Freund Nummer Eins ist Anhänger der religiösen Methode. Er begann zwar mit der Aussage, dass Anfälle von Trübsinn und daraus resultierender Schlaflosigkeit zum Alltag gehörten und „schlaf dich nur richtig aus, dann sieht die Welt schon wieder viel runder aus.“ Als er jedoch merkte, dass mich dies nicht wirklich in bessere Laune versetzte, erbot er sich, mit mir in den nächsten Buddhisten-Tempel zu gehen. „Da werden wir dich mal ordentlich durchmeditieren.“

Die Öko-Variante „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird von Freund Nummer Zwei bevorzugt. Ich müsse irgend etwas nur für mich ganz allein tun. Wie wäre es beispielsweise mit der wunderbaren Tätigkeit der Herstellung von eigenfüßig bemalten Untertassen? Sie sähen nicht nur hässlicher aus als man selbst. Man hätte auch etwas geschaffen, das noch wertloser ist als das eigene nutzlose Ich. Dieses könnte dann morgens nach durchwachter Nacht am Frühstückstisch das wunderbare Gefühl genießen: Es gibt etwas auf dieser Welt, das von noch weniger Menschen gemocht wird. Aber was tut man, wenn der Geschirrschrank schon vor hässlichen Untertassen platzt?

Noch immer am Boden zerstört befragte ich Freund Nummer Drei per Ferngespräch. Er diagnostizierte zu meiner Erleichterung eine hübsche Midlife-Crisis. Nicht unüblich in meinem Alter, betonte er und bestand auf chemischen Waffen. Flugs diktierte er mir drei verschiedene Medikamente, in jeder Apotheke erhältlich und auch gar nicht teuer. Seitdem weiß ich, dass er nicht nur besser aussieht als ich und den leichteren Job hat, sondern auch noch das bessere Gehalt sein Eigen nennt. Zu einem weiteren Telefonat kam es nicht, da er gerade mit seiner verboten gut gebauten Freundin auf den Malediven weilt.

Also traf ich am Sonntagabend Nummer Vier im Bunde. Dieser erkannte die Ursache meines Tiefs mit glasklarer Psychoanalyse. Am besten wäre es, so erklärte er, zukünftig Niederlagen auch als solche anzuerkennen statt sie zu verdrängen. Zu letzterem würde ich nämlich neigen. Wenn ich mir erst einmal klar machen würde, dass ich nicht perfekt wäre, könnte ich mich auch viel eher annehmen und wäre insgesamt glücklicher. Ich trocknete meine Tränen, dachte kurz darüber nach und kam zu dem Schluss: Aha, ich fühl mich also mies und nutzlos und ungeliebt, weil ich tatsächlich mies und nutzlos und ungeliebt bin.

Außerdem habe ich noch wirklich unfähige Freunde. Ich denke, ich sollte zur Aufheiterung ein paar Seiten Houellebecq lesen.

Eine schöne Woche wünscht Leovinus.

Und wenn ihr jemanden gern habt, nehmt Euer Herz in beide Hände und macht was draus.

(2001)

Virtuelle Wirtschaft

Cogito – 04/2000

Virtuelle Wirtschaft

Na, auch nichts abbekommen? Wie, Sie wissen nicht, wovon ich spreche? Sie haben nicht das »Handelsblatt« abonniert? Sehen Sie nicht jede Woche das Börsenmagazin auf Arte? Läuft auf Ihrem Computer nicht der Bildschirmschoner mit den aktuellsten Börsendaten? Ja, wo waren Sie denn in den vergangenen Monaten?

Also haben Sie auch keine. Seien Sie nicht traurig, die meisten haben keine, nur ungefähr jeder Fünfte soll ja etwas abbekommen haben von diesen Märchenaktien, die irgendwie unendlichen Reichtum aus dem Nichts versprechen. Natürlich nur dann, wenn man genau weiß, wann man wieder verkaufen muss. Am besten wäre es wahrscheinlich gleich nach der Emission gewesen, aber wenn das alle gemacht hätten…

Ist schon Wahnsinn, wie schnell man zu Geld kommen kann, wenn man sich nur richtig auskennen würde. In Amerika, so stand es vor einiger Zeit in einem der beiden führenden Nachrichtenmagazine Deutschlands, in Amerika jedenfalls gibt es eine Kleinstadt, die voll ist mit Aktienmillionären. Vor achtzig Jahren haben die alle, oder ihre Vorfahren, ein paar Anteile eines kleinen Unternehmens gekauft, weil die so billig waren und der dörfliche Finanzberater etwas Geld für einen Bekannten brauchte. Es war kein großes Risiko für sie. Die Firma hatte irgendwas mit Erfrischungsgetränken zu tun.

Damit kann man heutzutage keinen Börsenfuchs mehr aus dem Wald locken. Den muss man schon mit Computern oder Kommunikation locken. Natürlich genügt es nicht, einfach irgendwem seinen Dispokredit in den Rachen zu werfen. Es muss schon der sein, der am weitesten den Mund aufreißt. Dass das vorher ein eher glückloses »Siemens-Halbleiterwerk« war, das sich jüngst mittels angliziertem Latein auf den Markt warf, wird erst wieder jemanden interessieren, wenn es um die wirklich entscheidenden Dinge in der Wirtschaft geht, nämlich um Angebot und Nachfrage von Produkten. Wer kauft schon deutsche Chips? Vielleicht sollte man doch in Chio-Chips investieren. Das wären dann auch wieder so etwas Ähnliches wie Nahrungsmittel.

Glaubt wirklich jemand, dass man mit dem Internet real reich werden kann? Sofern es so etwas wie »realen« Reichtum, der sich aus Geld speist, überhaupt gibt. Firmen wie Netscape oder Yahoo leben doch auch nur auf Pump, weil irgendwer glaubt, dass sich das in werweißwievielen Jahren mal »rechnen« wird. Aber wie kann eine Internet-Suchmaschine anders Gewinne einfahren als durch Werbung?

Die Wirtschaft ist auf dem Weg zum Reklame-Inzest: »Yahoo« macht Werbung für T-Online. Robert T. Online, für dessen Namen man die Telekom auf Schmerzensgeld verklagen müsste, macht seinerseits Werbung für GMX. Natürlich braucht GMX auch etwas Geld und macht also Werbung… da capo ad infinitum. Gibt es da noch irgendwen, der einfach irgend etwas herstellt, das die Leute auch brauchen?

Erst, wenn die letzte Suchmaschine nur noch Müll gefunden hat, der letzte E-Mail-Server abgestürzt, das letzte Telefonkabel vor Überlastung verschmort ist und das letzte Moorhuhn abgeschlachtet wurde, werden wir merken, dass auch Aktien nur Bits und Bytes sind.

Auch ohne Geld reich: Leovinus.

(geschrieben am 20.3.2000 – ein knappes Jahr, bevor die Internet-Blase platzte)